
Pit Budde hat gemeinsam mit Josephine Kronfli die Musikgruppe Karibuni gegründet und bis heute geprägt. Aufgewachsen im Ruhrgebiet spielte Pit Budde bereits während des Folk Revivals in verschiedenen Formationen, dem Gitarren Duo „Ragged Strings“, der Folk Gruppe „Barleycorn“, der Folkrock Band „Manderley“. 1979 gründete er die politische Rockband „Cochise“, die bis 1988 durch Deutschland tourte und zum Sprachrohr der Umwelt- und Friedensbewegung wurde. Parallel arbeitete er als Studiomusiker, u. a. bei den frühen Kinderlieder Produktionen von Klaus W. Hoffmann: „Wenn der Elefant in die Disco geht“ oder „Ich bin neugierig“ und in Sparten übergreifenden Kunst-Projekten wie „Tanz auf dem Müll“, „Das andere Amerika“ oder „Lieder für den Feuerbaum„
Nach dem Ende von „Cochise“ arbeitete er 1989 in Tansania mit den Bagamoyo Players, dem tansanischen Nationalensemble an einem Musical Drama über den „Maji Maji“ Aufstand gegen den deutschen Kolonialismus in Ostafrika; ab Anfang der 1990er dann in Musikprojekten mit Flüchtlingen, mit Musiker*innen aus der Migrantenszene in Deutschland, Tansania, Äthiopien, Sambia…; gründete die World-Beat Band „Radio Ethiopia“, spielte in den internationalen Bands „LameBora“ und „Backroad to Ethiopia„, produzierte eine CD Reihe mit traditioneller Musik aus Afrika, Weltmusik Radiosendungen für den WDR und HR.
„Ich bin unterwegs vielen wunderbaren Musiker*innen begegnet von denen ich gelernt, die mich inspiriert haben und mit, denn ich die Bühne teilen durfte. …mit Hukwe Zawose, dem großen Virtuosen der traditonellen Musik Tansanias; mit Asnakech Worku, der Grand Dame der traditionellen Musik Äthiopiens; mit Alemu Aga, dem bedeutensten Interpreten der Begena, der biblischen Davidsharfe; mit Brian Zanji, der traditionelle Lieder, Musiken und Musikstile seiner Heimat Sambia für die Nachwelt sammelte.“


Mit Josephine Kronfli und der Gruppe „Karibuni“ arbeitet er seit 1996 an der Entwicklung und Verbreitung einer „Weltmusik für Kinder“. Mehr als 20 Musik Alben und etliche pädagogische Bücher haben die beiden seitdem in der Reihe „Auf den Spuren fremder Kulturen“ veröffentlicht. Regelmäßig führt er interkulturelle Musikprojekte in Schulen sowie Fortbildungen für Erzieher*innen und Lehrer*innen durch. Hunderte Konzerte hat er gemeinsam mit Karibuni in Deutschland aber auch in Finnland und Äthiopien auf die Bühne gebracht. Er ist Autor zahlreicher Artikel in Fachzeitschriften.